Normandie – eine Reise zwischen Paradies und Hölle: Teil 1

13 01 2013

Das im Norden Frankreichs gelegene Departement ist wie kaum eine andere Landschaft geprägt von Kontrasten. Weitläufige Sandstrände & schroffe Steilküsten, malerische Dörfer & Uranaufbereitungsanlagen, Urlaubslandschaft & Landungsplätze der Alliierten. Um all das zu sehen und zu erleben, benötigt man durchaus mehr als nur vier Tage (die wir leider nicht hatten), aber ein paar Eindrücke lassen sich dennoch vermitteln.

Hier ist der erste Teil der Bilderserie, die die paradiesischen Küstenabschnitte der Westküste zeigt. Beginnend bei den Sandstränden zwischen Portbail und Barneville-Cateret zieht sich unsere kleine Reise immer weiter gen Norden zu den Steilküsten bei Hague. Sogar das Wetter trug den Kontrast zwischen den beiden Abschnitten mit. Während wir an den Sandstränden mit sonnigen 17°C beschenkt wurden, bließ uns weiter nördlich ein starker, meerwassergetränkter Wind entgegen.

Viel Spaß damit ;-)





Winterimpressionen aus Schweden

9 12 2012

Passend zum Winterbeginn habe ich ein Reihe Bilder von meinem Schwedenaufenthalt zusammengestellt, alle entstanden in der Zeit zwischen Dezember und Februar zwischen Stockholm, Dalarna und Lappland.

Anfang Dezember war es letztes Jahr noch sehr herbstlich im Stockholms Län und in den nahegelegenen Schären. Daher haben wir beschlossen, noch ein letztes Mal in diesem Jahr zum Wandern und Campen auszurücken. Ziel war Möja, die äußerste Schäreninsel, die mit knapp 7km Durchmesser auch noch eine der größeren war. Mit dem Schiff ging es vom Strömkajen in Stockholm über fünf Stunden vorbei an kleinen und winzigen, idyllischen Inseln, die zu dieser Jahreszeit schon sehr verlassen wirkten. Die Touris waren weg, die Schweden haben meist die Arbeiten an den Stugas und Häusern abgschlossen, nur ein paar wenige, permanente Bewohner blieben zurück. Mit teils ungläubigen Augen wurden wir angestarrt, als wir mit Rucksack bepackt vom Schiff stiegen und uns in dem kleinen Inselsupermarkt mit Lebensmitteln eingedeckt haben. Querfeldein schlugen wir uns dann, mit einem Kompass ausgerüstet, von Berg auf die nörliche Inselseite durch. Über kleine “Berge”, durch Moore, vorbei an kleinen Seen mit Anglerhütten kamen wir letzten Endes am Ziel an und suchten uns abseits vom Naturreservat einen wettergeschützten Übernachtungsplatz. Als die Sonne gegen 16:00 unterging, machten wir uns ein Feuer und saßen das aufziehende Unwetter aus. Pure schwedische Wildromantik. ;-)

Die nächsten Bilder zeigen nun ein paar Adventzeitsimpressionen aus Stockholm (Kungsholmen, Gamla Stan, Karl XII Torget unvm).

Gegen Mitte Dezember fiel dann der erste Schnee und die Temperaturen vielen rapide weit unter die 0°C Grenze. Das war der ideale Zeitpunkt, das Auto zu schnappen und ins nörlich gelegene Dalarna zu fahren. Zwar liegt die Gegend um Grönklitt nur ca. 300km nörlicher als Stockholm, trotzdem hatte der Winter diese einmalige Landschaft schon fest im Griff. Mit einemBesuch in der Dalarhäst-Manufaktur in Nusnäs und beim Langlaufen in Orsa verging die Zeit leider wie im Flug.

Anfang Januar war es dann soweit für das wahrscheinlich größte “Abenteuer” im winterlichen Schweden. Mit dem Zug ging es 24 Stunden lang direkt nach Lappland in die Gegend zwischen Abisko und Kiruna. Dort hatten Freunde und ich eine Stuga gemietet und uns für die kommende Woche viel Programm vorgenommen. Hundeschlittentouren, Nordlichtbeobachten, Motorschlittenausflüge ua. zum weltbekannten Icehotel in Jukkaskärvi und tägliche Saunagänge standen auf der Tagesordnung. Bei Temperaturen zwischen -30 und -40°C war das trotz allem eine ganz schöne Herausforderung. Auch wenn sich die Sonne nur wenige Minuten am Tag gezeigt hat, war diese einmalige Eislandschaft stets vom Mondschein und Nordlicht erhellt…

Wer sich also vom Wetter und den teils eisigen Temperaturen nicht erschüttern lässt, der kann in Schweden auch außerhalb der Hauptreisezeit fantastische Erfahrungen sammeln. Vorausgesetzt man hat das richtige Outfit ;-)

PS:Ich bitte euch, die teils schlechte Bildqualität zu entschuldigen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich keine Spiegelreflexkamera, daher sind alle Bilder mit einer kleinen Casio Exilim aufgenommen worden (bei der der Autofokus bei frostigen Temperaturen gerne mal gesponnen hat).





Dunkle Stunden im Talkessel – Impressionen vom Buttnmandllauf 2012

7 12 2012

Alle Jahre wieder geht etwas Unheimliches im sonst so stillen Berchtesgaden vor sich. Am 5. und 6. Dezember ertönt allerorts höllisches Glockengeläut und Geschrei. Menschenmassen flüchten panisch durch die Gassen, wenn sich die Kramperl und Buttnmandl mit ihren Ruten auf die Jagd nach den bösen Kindern machen :-)

Ich habe ein paar Bilder von diesen (zumindest für uns Berchtesgadener heißersehnten) Tagen geschoßen und möchte sie mit euch teilen. Für Insider: Zu sehen sind die Rosenhofer, Ganghofer, Markterer und Guin Bassn.





A wonderful day walking around in Vienna and playing with Lights & Shadows……………. BY CHRIS ENGLE

4 12 2012

Ein wundervoller Tag mit endlos langen Spaziergängen durch die Fußgängerzone, Schloß Schönbrunn, unzähligen Christkindlmärkten, sowie durch das  Museumsquartier….. konnte uns Wien immer wieder von seiner schönsten Seite überraschen. Überzeugt euch selbst.





Where has the summer gone…?

4 09 2012

Der Blick auf den grauen Bodensee trübt die Hoffnung auf einen sonnigen und warmen Spätsommer. Aber, wir rechnen fest damit, dass sich dieser noch einmal von seiner schönsten Seite zeigen wird :-)

 





Danny MacAskill im Olympiastadion

17 08 2012

Mit Danny MacAskill war heute einer der weltbesten Trial-Biker im Münchner Olympiastadion zu Gast. Im Rahmen der Red Bull Wings Academy stellte sich Danny als Trainer junger (im Übrigen sehr talentierter) Nachwuchsbiker zu Verfügung und führte Tricks vor, die man auch aus seinen weltbekannten Youtube-Clips (hier klicken!) kennt. Wer ihn dieses Wochenende noch live erleben will, kann dies auf der ISPO Bike (Messestadt München) tun, wo Danny am Samstag und am Sonntag Vorführungen gibt.

-> RIDE ON!





Roma, la città eterna

27 07 2012




Württembergische Classic in Berchtesgaden

14 07 2012

Mit der Württembergischen Classic bot Berchtesgaden diesen Juli ein Spektakel der besonderen Art für viele Oldtimerfreunde. Knapp 200 historische Fahrzeuge verschiedenster Fabrikate waren über ein Wochenende in Berchtesgaden (und Umgebung) zu bestaunen. Darunter waren viele originale Klassiker, sowie speziell für den Renneinsatz gerüstete Boliden wie die “Rote Sau”, ein Mercedes AMG 300 SEL mit satten 6,8 Litern Hubraum….

Selbstverständlich kann ich nicht zu jedem Fahrzeug eine Erläuterung abgeben (zum Einen, weil mein Wissen nicht ausreichen würde, zum Anderen, weil ich sonst mehrere Tage am Stück durchtippen müsste). Darum biete ich auch nur ein paar Bilder, die ich während dem Bestaunen geschoßen habe. Sollten dennoch Fragen auftauchen, könnt ihr mir gerne unten einen Kommentar hinterlassen!

Da es gerade auch gut zum Thema passt, möchte ich hier auch noch kurz auf meinen Restaurationsblog hinweisen, auf dem ich die Fortschritte bei der Instandsetzung meiner beiden NSU Fox Motorräder (Bj. ’51 und ’54) festhalte. Für interessierte ist hier der Link: nsufox.wordpress.com





Gröna Lund – Tivoli Madness

29 06 2012

Gröna Lund (zu deutsch: grüne Heide) klingt nach einem ruhigen, beschaulichen Naherholungsgebiet – aber weit gefehlt! Hinter dem Namen verbirgt sich Stockholms 130 Jahre alter Freizeitpark auf der Insel Djurgården, in unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum. Um Platz den begrenzten Platz bestmöglich zu nutzen, schlängeln sich auf engestem Raum die Achterbahnen ineinander, einige Fahrgeschäfte stehen notgedrungen sogar auf Stegen. Doch genau diese Enge macht auch die Besonderheit dieses Parks aus. Obwohl er von außen sehr klein erscheint, kann man sich dort sogar als Erwachsener einen vollen Tag lang beschäftigen, ohne auch nur eine Sekunde Langeweile zu verspüren – es gibt nämliches vieles zu entdecken und zu erleben…!

Dazu tragen auch die 50 über’s Jahr verteilten Konzerte bei, die sogar im eintrittpreis inbegriffen sind. Dabei traten und treten stets namhafte Musiker Bands wie Jimi Hendrix, Bob Marley, Paul McCartney, Kiss, Lars Winnerbäck und noch viele andere auf. Zu meinem Glück spielten an diesem Tag die irisch-amerikanische Punkband “Dropkick Murphys” auf ;-)

Und, weil mir klar ist, dass gerade bei rasanten Fahrten bewegte Bilder mehr sagen, gibt’s noch ein kurzes Video.

Gefilmt wurde ausschließlich mit einer GoPro Hero 2.





Midsommar i Stockholms Skärgården

25 06 2012

NEU: Das dazugehörige Video!

Jeder, der zur Sonnenwende einmal in Schweden oder in Skandinavien war, kennt die Magie, die sich dann über die Landschaft legt. Wenn Tag und Nacht nicht mehr klar von einander abgrenzbar sind, die Uhrzeit nur noch ein Zahl auf der Armbanduhr ist und man folglich jegliches Zeitgefühl verliert, dann erfährt man eine ungeahnte Leichtigkeit und Freiheit. Durch die ständige Helligkeit verliert man zudem das Gefühl für Müdigkeit und Erschöpfung und man beginnt die Tage in vollen Zügen auszukosten. Genau dieses Gefühl verleiht den Schweden eine unbeschreibliche Lebensfreude, wie wir sie aus Astrid Lindgrens Erzählungen kennen.

Zu meiner großen Überaschung hat sich daran nicht viel geändert! Jung und alt, Familie, Freunde und Fremde feiern, tanzen, singen, essen und trinken gemeinsam im Freien. Raus aus der Stadt, raus aus dem Stress, dem Alltag und rein in den Schärengarten – das ist ein Motto für viele Stockholmer, gleich ob sie ein eine Gartenlaube, eine Stuga, ein Haus oder eine Lieblingsanlegestelle für ihr Boot besitzen. Während die Stadt ganz den Touristen gehört, tummeln sich abertausende Stockholmer auf den insgesamt 30.000 Inseln.

Da wir weder Häuschen noch Boot besitzen, mussten Zelte und Kajaks genügen. Nachdem Proviant gefasst und gepackkt war, ging es mit dem Bus zum Kajakverleih und von dortaus auf dem Seeweg nach Gällnö, Lådna, Möja und Grinda. Geradewegs in Richtung Sonne. Glücklicherweise spielt das Wetter mit und wir erreichen bei strahlendem Sonnenschein Gällnö. Bei einer Kaffepause erzählt man uns von dem Fest am nächsten Tag und lädt uns ein, die Midsommarstånge, ähnlich dem Maibaum, zu schmücken und aufzustellen :-)

Während die Männer darauf warten bis der Baum fertig mit Blumen geschmückt ist, trinkt man fleißig Snapps und singt dazu schwedische Trinklieder, wie das Helan går:

Helan går, sjung hoppfaderallanlallanlej!!
Helan går, sjung hoppfaderallanlej!!
Och den som inte helan tar, han heller inte halvan får!!
Helan går (Man(n) kippt den Schnapps runter)sjung hoppfaderallanlej!

Dann wird das Schmuckstück mit reiner Muskelkraft in die Höhe gehieft. Sobald die Midsommarstånge steht, beginnen Frauen und Mädchen die Kränze zu binden, die man dann während der Feier auf dem Kopf trägt.

Eigentlich sollten diese nur von Schwedinnen getragen werden, doch wie man sieht, stehen sie auch Italienern sehr gut :-)

Bevor die eigentliche Feier losgeht, gibt es traditionell ein Picknick, bestehend aus Senapssill, jungen Kartoffel und… Snapps. Zum Glück hatten wir vorher schon alles besorgt und mischen uns unter die Schweden, wo wir komsicherweise nicht auffallen. Wenig später betritt die Musikkapelle den Rasen und stellt sich um die Midsommarstånge und im selben Moment stürmen die Leute herbei – ganz so, als hätten sie seit Monaten darauf gewartet.  Als die Musik zu spielen beginnt, haben schon etwa hundert Mädchen und Jungs jeden Alters einen Kreis gebildet und fangen an zu tanzen. Dass es sich dabei um Kinderlieder handelt, stört niemanden. Ganz im Gegenteil: es scheint fast so, als würden die Älteren wieder zu Kindern werden. Es hat etwas Zeitloses an sich, etwas Nostalgisches.

Als später die Musik zu spielen aufhört beginnen viele den Platz zum Spielen zu nutzen. Kinder tollen herum, während andere Brännboll (eine vereinfachte Version des amerikanischen Baseballs) spielen oder sich mit Alltagsgegenständen beschäftigen. Daraus ergeben sich enorm lustige Spiele wie Gummistiefel-über-den-Rücken-Zielwerfen oder Äpfel-mit-dem-Mund-aus-Putzeimern-angeln.

Wo man hinsieht sieht man strahlende Gesichter und lachende Menschen, ein wunderschönes Gefühl, mittendrin dabei zu sein. Spätabends löst sich das Geschehen am Festplatz auf und die Leute kehren hungrig auf ihre Boote oder in ihre Stugas zurück. Da wir mit unseren Kajaks auf zum båtfolk gehören, packen wir unsere Kajaks und paddeln zwei Stunden lang durch die Gegend, beobachten kleine und große Grillfeiern und Parties auf den zahlreichen Inseln, bis wir schließlich ein kleines, unbesetztes Eiland in der Nähe von Lådna entdecken.

Wir machen uns ein großes Lagerfeuer, grillen und versuchen die Mückenscharen von uns fernzuhalten, die sich am Midsommarafton ebenfalls auf ein Festmahl freuen. Der unendlich langsame Sonnenuntergang ist ein wahres Naturschauspiel. Wir setzen uns auf den Felsen und lassen die Szenerie bei einem kühlen Dosenbier auf uns wirken.

Müde geht’s irgendwann in’s Bett. Wann lässt sich schwer sagen, es war jedenfalls hell :-) Das Wetter ist fantastisch, sodass ich beschließe, mich mit meiner Isomatte auf den Felsen zu legen und mit der Aussicht auf’s Wasser einzuschlafen.

Ein Glück, dass wir noch drei Tage vor uns haben…

Ich habe mit meiner EOS und der GoPro noch jede Menge Videos gemacht, die ich im Laufe der Woche wieder zu einem Filmchen zusammenschneide. Ich lade ihn dann bei Vimeo hoch und poste den Link hier…Also gelegentlich reinschaun und/oder sich über Facebook auf dem Laufenden halten ;-)

http://www.facebook.com/pages/Kesselflicker-Photography/280903608649397

And thanks to my buddy Joe for taking a few shots of me ;-)








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